Wie vor kurzem berichtet, haben wir im Rahmen des Videowettbewerbs “Mach dein X” drei Tage hinter die Kulissen der Politik schauen können. Das heißt wir konnten uns sämtliche Gebäude im Regierungsviertel anschauen (außer natürlich das Bundeskanzlerinnenamt), mit Abgeordneten reden, einer Plenarsitzung beiwohnen und vieles mehr. Ein erster Rundgang hat angefangen im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, von dort ging es über die Brücke ins Paul-Löbe-Haus, dass ein bisschen so aussieht wie die Potsdamer Platz Arkaden, danach durch den Tunnel in den Bundestag und abschließend ins Jakob-Kaiser-Haus.
Architektonisch ist der gesamte Komplex natürlich etwas ganz besonderes. Von den unterschiedlichen Außenfassaden (Reichstag eher im Renaissance-Stil, die Anderen im modernern Stil ) ist bei der Innenausstattung kein Unterschied zu sehen. Alle Gebäude sind sehr funktional eingerichtet. Nur hier und dort ist mal ein Pflanze zu finden, oder verschiedene dezente Kunstwerke, wie ein Archiv mit den Namen aller Abgeordneten, die jemals im Bundestag saßen.
Am nächsten Tag haben wir dann für 90 Minuten einer Plenarsitzung gelauscht. Es wurde heiß um den Wirtschaftsplan von Rainer Brüderle debattiert und so manchmal hat man sich doch eher an eine Diskussion im Klassenzimmer erinnert gefühlt. Besonders wenn ein Vertreter einer beliebigen Partei gesprochen hat, dann haben einige Personen der Opposition demonstrativ die Arme verschränkt und versucht durch Kommentare oder Zwischenrufe den Redner aus der Fassung zu bringen. Im Prinzip ist das alles nur Show um sich vor den Medien zu präsentieren, aber es ist schon von Vorteil, wenn man rhetorisch und sprachlich geschickt vorgeht.
Am letzten Tag fand noch ein Gespräch mit einem Abgeordneten statt. Wir haben mit einem Vertreter der FDP gesprochen (Patrick Meinhardt), der sich hauptsächlich mit Bildung und Forschung auseinandersetzt. Also genau das Thema, was uns interessiert. Es war auch so, dass er nicht nur über sich erzählt hat, sondern mit uns auch über zukünftige Pläne diskutiert hat.
Insgesamt muss ich sagen, dass ich von dem ganzen Programm wirklich begeistert war und es immer noch bin. Wenn sich die Möglichkeit ergibt, dann würde ich mir auch eine Akkreditierung für den Bundestag holen.
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